01.11.2011
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FSV Michelbach - FC Mömbris

FSV Michelbach – FC Mömbris 2:1

(geschrieben von Karl Fecher)

Obwohl sich die Saison erst in der Schlussphase der Vorrunde befindet, stand in Michelbach bereits eines von vielen `Endspielen` gegen den Abstieg an. Beide Mannschaften suchten den Weg zum gegnerischen Tor, wodurch sich auf beiden Seiten Torchancen ergaben. So scheiterte Jonas Schmitt in aussichtsreicher Position am Gästetorhüter und Rene Kampfmann blieb bei einer gelungenen Aktion der Torerfolg versagt. Mömbris versuchte es immer wieder mit hohen Flanken, die aber stets eine sichere Beute der Michelbacher Abwehr wurden. Die Heimmannschaft brachte dagegen die Mömbriser durch schnelles Direktspiel und einfache Doppelpässe ein ums andere Mal in erhebliche Verlegenheit. Ein aus Mömbriser Sicht unglücklicher Elfer für Michelbach und die daraus resultierende Führung führte wiederum zu einem Bruch im Mömbriser Spiel. Die Heimelf nutzte dies und legte in der 40. Minute gleich das 2:0 nach. Nach der Pause kann man Mömbris nicht das Bemühen absprechen, zumindest noch einen Punkt zu ergattern. Insbesondere nach dem Anschlusstreffer durch einen von Tobi Mahl direkt verwandelten Freistoß in der 76. Minute wurde der Druck auf das Michelbacher Tor noch einmal erhöht, aber irgendwie sah alles etwas hektisch und unkoordiniert aus. Torchancen entsprangen eher dem Zufall als spielerischen Glanzlichtern, was allerdings zum Teil auch dem relativ kleinen und engen Kunstrasenplatz geschuldet war. Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Spiele: Sich bietende Torgelegenheiten werden nicht genutzt, die Gegner vollstrecken eiskalt. Spielordnung und Konzentration werden nur zeitweise und nicht über die gesamte Spieldauer hoch gehalten, so dass die Gegner immer wieder diese Schwächephasen nutzen und die Spiele entscheiden. Viele individuelle Fehler und leichtfertige Ballverluste bauen die Gegner zusätzlich auf. Mangelnde Aggressivität und Cleverness im Zweikampfverhalten sind da nicht unbedingt förderlich. Das Glück und die Schiedsrichter kann man nicht beeinflussen, also gilt es weiter an der eigenen Leistung zu arbeiten, Schwächen abzustellen und Fehler auszumerzen.

Fazit: Kaum einer kann sich zurückerinnern, wann der FC einmal die rote Laterne sein Eigen nannte. Mit Blick auf die Punktabstände ist noch nichts verloren, aber irgendwann in nächster Zukunft muss etwas Zählbares her.

Tore: 1:0 Fleschhut (29., FE), 2:0 Möller (40.), 2:1 Tobias Mahl (76.)

SR: Bittner (Roßdorf) Zuschauer: 100