27.05.2026
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Saisonrückblick 25/26

Die SG RoGuMö hat sich durch einen 5:0-Sieg am letzten Spieltag gegen den TV Wasserlos II die Meisterschaft in der A-Klasse Aschaffenburg 1 gesichert. Das Team unter der Leitung von Fabian Wenzel und Fritz Rußmann kehrt damit nach nur einem Jahr in die Kreisklasse zurück.

Am Ende kann auf eine fabelhafte Saison zurückgeblickt werden, die mit 71 von 78 möglichen Punkten und einer Tordifferenz von +97 kaum zu überbieten war. Dass es bis zuletzt spannend blieb, lag am SV Hörstein, der ebenfalls nach der Winterpause keinen einzigen Punkt mehr liegen ließ.

Saison(fehl)start

Ohne die Langzeitverletzten Max Schaaf und David Büdel startete die SG nach vielversprechender Vorbereitung in die Saison. Im ersten Rundenspiel konnte Blankenbach erst durch zwei späte Treffer besiegt werden. Eine Woche später musste man gegen den SV Hörstein – eine Mannschaft, die in den vergangenen Jahren stets um den Titel mitgespielt hatte und auch in dieser Saison hoch einzuschätzen war – die erste Saisonniederlage hinnehmen (0:2). Als eine Woche später im Derby gegen die SG Mensengesäß/Brücken II nur ein 2:2 auf der Anzeigetafel stand, befand man sich jedoch auf Platz 7 der noch jungen Tabelle und weit von den eigenen Ansprüchen entfernt.

Gegen die Tabellenschlusslichter Michelbach II (5:0) und Kahl II (6:2) gelangen anschließend deutliche Pflichtsiege, sodass es am sechsten Spieltag gegen Laudenbach/Westerngrund – Tabellenzweiter und ebenfalls hoch gehandelt im Kampf um die Spitzenplätze – zum Kräftemessen kam. Durch einen 3:1-Sieg schloss man nach Punkten zum Gegner auf und kletterte auf Rang 3.

Beim nächsten Derby gastierte man beim SV Rot-Weiß Daxberg – zu diesem Zeitpunkt punktgleich mit unserer SG. Wer aufgrund der Tabellensituation ein Spiel auf Augenhöhe erwartet hatte, lag falsch. Mit einem 7:0-Sieg, der keineswegs zu hoch ausfiel, wurde ein echtes Statement gesetzt. Auch am folgenden Spieltag kam es gegen Dettingen/Großwelzheim II zu einem Schützenfest (12:0).

Das Kräftemessen mit der Zweitvertretung des Landesligisten DJK Hain wurde Anfang Oktober auf dem Kunstrasen ausgetragen. Den Zuschauern bot sich ein qualitativ hochwertiges Spiel, bei dem die SG mit 1:0 die Oberhand behielt. Ein weiterer Kantersieg gegen die Sportfreunde Sailauf II (9:0) war nur die Durchgangsstation zum Spitzenspiel gegen den FC Unterafferbach II, der damals auf Tabellenplatz 3 stand.

Ein einseitiger Spielverlauf brachte trotz zahlreicher guter Gelegenheiten jedoch nur einen Treffer für unsere Farben, sodass der Gegner im Spiel blieb und mit dem Schlusspfiff mehr als schmeichelhaft den Ausgleich erzielte. Die verlorenen zwei Punkte bedeuteten, dass der Rückstand auf Hörstein auf fünf Zähler anwuchs und man punktgleich mit Unterafferbach blieb. Daran änderten auch der ungefährdete Sieg gegen den TV Wasserlos II (5:1) im letzten Vorrundenspiel sowie der erfolgreiche Rückrundenauftakt gegen Blankenbach (4:1) nichts.

Das Topspiel als Wendepunkt

Damit stand am zweiten Spieltag der Rückrunde das Topspiel zwischen Hörstein (37 Punkte, Platz 1) und der SG RoGuMö (32 Punkte, Platz 2) an – für unsere Jungs eine echte „Do-or-Die“-Situation. Mit einem atemberaubenden Spiel und einem hochverdienten 4:0-Sieg ließ man dem Gegner an diesem Tag keine Chance. Der Rückstand wurde auf zwei Punkte verkürzt und gleichzeitig der direkte Vergleich gewonnen.

Was folgte, war eine Winterpause zur Unzeit, schließlich befand man sich klar im Aufwind.

Zur Winterpause hatten sich Hörstein, unsere SG und Unterafferbach II an der Tabellenspitze vom Rest der Liga abgesetzt. Tabellenführer war Unterafferbach II – allerdings auch, weil sie bereits ein Spiel mehr absolviert hatten.

Holprige Vorbereitung

RoGuMö brachte nach einer im wahrsten Sinne des Wortes holprigen Vorbereitung – winterliche Platzverhältnisse und dem Wetter zum Opfer gefallene Testspiele – ein großes Selbstverständnis und viel Selbstbewusstsein auf den Platz. Neu im Team war Niclas Bieder, der sich auf und neben dem Platz ohne Anlaufschwierigkeiten einfügte. Zum Rückrundenauftakt schielte man zunächst auf das direkte Duell der beiden Konkurrenten, in dem Hörstein mit 2:1 die Oberhand behielt. Diese Steilvorlage ließ man nicht ungenutzt und eroberte kurze Zeit später erstmals die Tabellenspitze.

Zur Übernahme und anschließenden Verteidigung des Platzes an der Sonne trugen insbesondere die ersten sechs Spiele nach der Winterpause bei, die allesamt gewonnen wurden – und das jeweils mit mindestens drei Toren Vorsprung.

Dominanz auf der Zielgeraden

So kam es gegen die DJK Hain II zum ersten echten Prüfstein nach der Winterpause. Hain zeigte eine engagierte Leistung und offensiv gute spielerische Ansätze, hatte dem Willen und der Wucht unseres Teams an diesem Tag jedoch nichts entgegenzusetzen. Durch eine effiziente Chancenverwertung stand am Ende ein 6:0-Sieg – ein Ergebnis, das wohl selbst die kühnsten Optimisten nicht erwartet hätten.

Mit einem Zähler Vorsprung ging man in die entscheidende Phase der Saison. Nach dem deutlichen Sieg gegen Sailauf II (5:0), bei dem das 100. Saisontor von Fabian Wenzel per Freistoß erzielt wurde, stand mit dem FC Unterafferbach II der letzte große Prüfstein bevor. Nach einer starken Vorrunde konnten die Gastgeber zwar nicht mehr ganz an ihre Form anknüpfen, warfen auf dem engen Kunstrasen aber noch einmal alles in die Waagschale und hielten mit großer körperlicher Härte dagegen.

Doch auch davon ließ sich unsere Mannschaft nicht aufhalten und siegte mit 3:1. Der Weg zur Meisterschaft schien nun frei – doch Hörstein, das ebenfalls alle Spiele nach der Winterpause gewann, lauerte weiterhin mit nur einem Punkt Rückstand.

Am letzten Spieltag, zu dem man mit großer Fanunterstützung – allen voran durch das „Inferno Mömbris“ – zum TV Wasserlos reiste, ließ die Mannschaft nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit einem souveränen 5:0-Erfolg die Meisterschaft.

Besonders emotional wurde es dabei für „Stürzi“, der in seinem letzten Spiel für die SG, bevor er als Spielertrainer zu seinem Jugendclub nach Kahl zurückkehrt, noch einmal eine echte Gala-Vorstellung zeigte. Sein Abgang schmerzt, ist jedoch der Einzige. Ansonsten bleibt das eingespielte Team zusammen und wird durch den ein oder anderen Neuzugang bzw. Rückkehrer von einer Verletzung ergänzt.

Rückblickend bleibt festzuhalten: Die Niederlage am zweiten Spieltag im August 2025 war die erste und zugleich letzte der gesamten Saison. Wir freuen uns darauf, in der nächsten Spielzeit in der Kreisklasse angreifen zu können!